Sportlerbegünstigung

Sportlerbegünstigung

Fairplay bei der Sozialversicherung

Seit 2009 gelten ganz klare Regeln: Pauschale Fahrt- und Reiseaufwandentschädigungen, die Sportvereine an Fußballer und Trainer leisten, gelten nicht als Entgelt.

 

Beträge bis 60 Euro pro Einsatztag, höchstens aber 540 Euro pro Kalendermonat, sind damit weder beitrags- noch steuerpflichtig. Voraussetzung ist, dass die ausgeübte Tätigkeit nicht den Hauptberuf und die Hauptquelle der Einnahmen bildet. Wird mehr gezahlt, sind die betroffenen Personen bei der OÖGKK anzumelden. Mannschaftssportler und Trainer unterliegen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit als echte Dienstnehmer der Pflichtversicherung nach dem ASVG (Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung) sowie der Arbeitslosenversicherung. Wird die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschritten (2014: EUR 395,31; 2015 voraussichtlich: EUR 405,98), liegt lediglich eine Pflichtversicherung in der Unfallversicherung vor. Sie sind daher von den jeweiligen Vereinen als vollversicherte beziehungsweise als geringfügig beschäftigte Dienstnehmer anzumelden. Erhalten die Sportler allerdings nur pauschale Fahrt- und Reiseaufwandsentschädigungen bis 60 Euro pro Tag oder 540 Euro pro Monat, so ist keine Anmeldung erforderlich. Um die pauschale Aufwandsentschädigung in Anspruch nehmen zu können, sind Aufzeichnungen über die Einsatztage sowie die Zahlungen an die Spieler und Trainer zu führen. Entscheidend ist, dass neben dem Sport eine hauptberufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Hier muss sich der Verein laufend erkundigen. In enger Zusammenarbeit mit der Landessportorganisation und den Dachverbänden hat die OÖGKK in den letzten Jahren die Vereine umfangreich über die sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Mannschaftssportler und Trainer informiert sowie Beratungen angeboten.

Positive Resonanz der Vereine

Im Laufe der letzten Jahre beobachtet die OÖGKK das Meldeverhalten der Vereine sehr genau. Werden Spieler oder Trainer nicht zur Pflichtversicherung gemeldet, werden im Zuge von Erhebungen und Prüfungen vor Ort Sachverhaltsfeststellungen getroffen und gegebenenfalls Nachverrechnungen vorgenommen. Es fanden bereits mehrere Beitragsprüfungen statt. Dabei stellte sich heraus, dass viele Vereine die sozialversicherungs- und steuerrechtlichen Regeln einhalten und korrekt arbeiten - ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die bisherige Informationsarbeit fruchtet. Bei einigen Prüfungen wurden allerdings erhebliche Differenzen festgestellt. Insbesondere das Fehlen von Aufzeichnungen, das Gewähren eines Fixums sowie der Umstand, dass kein Hauptberuf ausgeübt wurde, führten zu Nachverrechnungen. Ebenso erfreulich ist, dass die Vereine auf die neuen Rahmenbedingungen überwiegend positiv reagieren. Die meisten Funktionäre begrüßen es, dass jetzt für alle Vereine dieselben Spielregeln gelten. Dabei darf man nie vergessen, dass eine Versicherung auch dem Schutz der Sportler dient. Der Fußballsport erfüllt eine wichtige gesundheitspolitische und gesellschaftspolitische Funktion.

 

HIER gibt es Informationsunterlagen zur Sportlerbegünstigung. Herr Kaspar (057807-104001) von der OÖ Gebietskrankenkasse steht als Ansprechpartner für spezifische Fragen telefonisch zur Verfügung.

 

 

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